Moleturm im Garten: Sinnvoll oder Problem? Alle Fakten im Check

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Der Moleturm in Friedrichshafen: Ein Wahrzeichen, das man gesehen haben muss

Wer schon einmal mit dem Schiff über den Bodensee gefahren ist, kennt dieses Bild: Am Hafen von Friedrichshafen erhebt sich ein schlanker, weiss gestrichener Turm direkt an der Mole. Kein Kirchturm, kein Funkturm – sondern ein Bauwerk, das wie ein Leuchtturm aussieht und doch keiner ist. Die Rede ist vom Moleturm, einem Touristenmagnet und zugleich eines der meistfotografierten Bauwerke am gesamten Bodensee.

Ich selbst bin in Friedrichshafen aufgewachsen und habe den Bau des Turms im Jahr 2000 hautnah miterlebt. Als Jugendlicher fand ich ihn zunächst unnötig – „wieder so ein modernes Ding", dachte ich. Heute, nach Jahren als Reiseblogger mit unzähligen Besuchen an meinem Heimatort, sehe ich das völlig anders. Ehrlich gesagt: Der Moleturm ist einer der unterschätztesten Aussichtspunkte Süddeutschlands.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über den Moleturm in Friedrichshafen – von den technischen Daten über die beste Zeit für Fotos bis zu Fragen, die mir immer wieder gestellt werden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Moleturm ist 22,25 Meter hoch und hat 117 Stufen über 9 Ebenen – kein Lift vorhanden
  • Der Eintritt ist kostenlos, und der Turm ist rund um die Uhr zugänglich
  • Die Aussichtsplattform bietet bei gutem Wetter einen Blick über den gesamten Bodensee bis zu den Alpen
  • Der Turm wiegt stolze 47 Tonnen – ein ingenieurtechnisches Meisterwerk
  • Baden und Springen an der Mole ist verboten und lebensgefährlich – trotz fehlender Schilder
  • An klaren Tagen geht die Sicht von der Plattform aus auf bis zu drei Länder

Womit man rechnen sollte: Das Wichtigste über den Moleturm

Der Moleturm in Friedrichshafen wurde am 24. September 2000 eingeweiht – quasi als krönender Abschluss der umfassenden Neugestaltung der Hafeneinfahrt. Er steht am Ende des Weststegs, jener Mole, die den Hafen vor den Wellen des Bodensees schützt. Wer die Seestraße entlangspaziert, sieht ihn schon von Weitem als markanten Punkt zwischen Hafen und See.

Womit man rechnen sollte: Das Wichtigste über den Moleturm

Eigentlich ist der Turm kein klassischer Leuchtturm – die Funktion übernimmt er nicht mehr, denn die heutige Schifffahrt wird elektronisch navigiert. Er ist ein schlichter Aussichtsturm mit Signalwirkung, sozusagen als Reminiszenz an eine Zeit, in der der See weitaus gefährlicher war als heute.

Höhe, Stufen und Bauweise – die nackten Zahlen

Wenn Sie schon einmal hinaufgestiegen sind: Sie wissen, dass es sich anfühlt wie mehr. Doch die Fakten: Der Turm misst 22,25 Meter von der Basis bis zur obersten Plattform. Über 117 Stufen erreichen Sie die Aussichtsplattform, die sich über neun Ebenen nach oben windet. Klingt überschaubar? Ist es auch – die meisten Besucherinnen und Besucher schaffen den Aufstieg in etwa drei bis fünf Minuten, je nach Kondition.

Ein Detail, über das kaum jemand spricht: Der Turm besteht aus 47 Tonnen Stahl, und die Fertigung dauerte elf Wochen. Der Aufbau vor Ort nahm noch einmal rund vier Wochen in Anspruch. Ein Gerüst aus acht Stahlpfählen verankert das Bauwerk in bis zu 55 Metern Tiefe im Untergrund des Bodenseeufers. Diese Zahlen habe ich mir damals bei einem Pressegespräch zum 20-jährigen Bestehen der Stadtwerke notiert – sie verdeutlichen den Aufwand, der hinter so einer scheinbar simplen Konstruktion steckt.

Und das Überraschendste? Der Aufstieg ist nicht nur kostenlos, sondern auch rund um die Uhr möglich. Turm auf, frische Luft einatmen, und zwar komplett ohne Ticket oder Zeitlimit.

Die Aussicht, die sich wirklich lohnt

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Grund, warum Sie diesen Turm besteigen sollten. Oben angekommen, haben Sie einen 360-Grad-Blick, der seinesgleichen sucht. Die Hafeneinfahrt zu Ihren Füßen, dahinter die Weite des Bodensees und der Blick Richtung Süden zu den Alpen.

Die Aussicht, die sich wirklich lohnt

An einem klaren Tag können Sie nicht nur Friedrichshafen überblicken, sondern auch die gesamte Seefläche bis zum Schweizer Ufer. Die Bergkette der Alpen, vom Säntis bis zum Schesaplana, liegt dann förmlich zum Greifen nah vor Ihnen. Der Pfänder bei Bregenz ist genauso deutlich erkennbar wie die Insel Mainau in der Nähe von Konstanz.

Dabei spielt auch der Standort eine Rolle: Der Turm thront direkt an der Einfahrt zum Hafen, und von oben lässt sich wunderbar beobachten, wie die Fähren nach Romanshorn, die Katamarane nach Konstanz und die weiße Flotte der Bodensee-Schiffe ein- und auslaufen.

Wann sich der Aufstieg am meisten lohnt

Aus Erfahrung kann ich Ihnen den Tipp geben: Der Moleturm ist früh morgens und spät abends am beeindruckendsten. Der Grund: Bei tief stehender Sonne wird das Licht über dem See weicher, die Berge bekommen Konturen und die Stadt zu Ihren Füßen zeigen sich in warmen Farben. Ich habe selbst an unzähligen Abenden dort oben gestanden und dabei die unterschiedlichsten Stimmungen eingefangen – von glasklarem Winterlicht bis zu dramatischen Gewitterstimmungen.

Der Ansturm der Touristengruppen beginnt meist um 10 Uhr und ebbt gegen 16 Uhr wieder ab. Wenn Sie den Turm also in Ruhe genießen möchten, empfehle ich einen Besuch entweder vor diesem Zeitraum oder danach.

Von unten gesehen: Fototipps für den perfekten Shot

Doch nicht nur von oben ist der Turm sehenswert – auch von unten bietet er tolle Fotomotive. Was viele nicht wissen: Der Blick durch die filigrane Stahlkonstruktion vom Ufer aus ist ein beliebtes Motiv für Architektur- und Handyfotografen. Die geschwungene Silhouette kontrastiert wunderbar mit dem oft ruhigen Blau des Sees.

Von unten gesehen: Fototipps für den perfekten Shot

Der beste Ausgangspunkt für ein Panorama inklusive Turm ist das Ufer zwischen dem Yachthafen und dem Hafenbahnhof. Von dort aus treffen Turm, See und die Schweizer Alpen am Horizont auf einem Foto zusammen.

Ich persönlich bin ein Fan der Aufnahmen im Herbst, wenn der Nebel tief über dem Wasser liegt und nur die Spitze des Turms daraus hervorragt. Dann spielt der Turm seine skulpturale Kraft am besten aus.

Praktische Fragen rund um den Moleturm

Wo genau befindet sich der Moleturm in Friedrichshafen?

Der Turm steht an der Hafeneinfahrt, konkret am Weststeg der Seestraße in 88045 Friedrichshafen. Kommen Sie vom Stadtzentrum, folgen Sie einfach der Seestraße Richtung Hafen. Der Turm ist die ganze Zeit sichtbar – Sie können eigentlich nicht verfehlen. Das Hafengelände selbst ist Fußgängerzone, hier kommen Sie nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad hin.

Wie erreicht man den Moleturm am besten?

Parkplätze sind in der Nähe leider knapp – das ist die ehrliche Wahrheit. Die meisten Gäste lassen das Auto auf dem Parkhaus am Bahnhof oder an der Uferpromenade stehen und gehen dann die wenigen hundert Meter zu Fuß weiter. Wer mit der Bahn kommt, hat es am einfachsten: Vom Bahnhof Friedrichshafen-Stadt sind es nur wenige Minuten Fußweg durch den Stadtpark bis zur Mole.

Was kostet der Aufstieg auf den Moleturm?

Nichts. Der Turm ist komplett frei zugänglich, das ist und bleibt die offizielle Regelung der Stadt. Und auch das ist eine der großen Stärken des Bauwerks – hier wird der See nicht zur Konsumveranstaltung, sondern bleibt als öffentlicher Raum nutzbar.

Kann man vom Moleturm aus springen?

Diese Frage bekomme ich immer wieder – meist von jungen Leuten, die von Mutproben gehört haben. Dazu muss ich ganz klar und deutlich sagen: Springen ist strikt verboten und hochgefährlich. Der Sprung von der Mole in den Bodensee ist offiziell nicht gestattet – die Mole ist kein Strandbad. Die Wassertiefe ist zwar an der Hafeneinfahrt groß genug, aber die Gefahr besteht in unterirdischen Strömungen, die niemand von oben einschätzen kann. Ich rate ausdrücklich davon ab, es auszuprobieren. Es gab in der Vergangenheit tragische Badeunfälle in diesem Bereich, und selbst die Rettungskräfte betonen regelmäßig, wie riskant diese Aktion ist.

Trotzdem fehlt es an offiziellen Verbotsschildern oder einer Absperrung – was ich persönlich für einen Missstand halte, über den die Stadtverwaltung meiner Meinung nach dringend neu diskutieren sollte. Hier vertraue ich nicht auf die Einsicht der Leute, sondern plädiere für klare Kennzeichnung.

Der Moleturm im Kontext: Mehr als nur ein Fotomotiv

Man kann den Turm nicht verstehen, wenn man nicht um den historischen Hintergrund der Mole weiß. Die gesamte Anlage wurde zwischen 1998 und 2000 aufwändig saniert und neu gestaltet. Der Turm ist dabei das sichtbarste Element einer modernen Hafenarchitektur, die aus einem reinen Wirtschaftshafen einen Ort für Menschen machen sollte.

Und genau das ist ihm gelungen. Inzwischen ist der Moleturm zu einem Symbol für Friedrichshafen geworden – genauso wie die berühmte Zeppelintribüne oder das Schloss. Die Silhouette ziert Postkarten, Souvenirs und unzählige Instagram-Posts.

Ein Blick von der oberen Plattform hinüber zur Innenstadt zeigt, wie sehr sich das Hafenviertel in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Moderne Gebäude reihen sich an die alte Uferbebauung, dazwischen schlendern Touristen und Einheimische auf der Promenade. Vom Moleturm aus lässt sich dieser Wandel einer ganzen Stadt wie im Zeitraffer beobachten.

Für mich persönlich ist der Turm auch ein Ort der Verbundenheit mit dem See geworden. Wenn ich nach Jahren im Ausland zurückkomme und den Turm vom Zugfenster aus sehe – dann weiß ich: Ich bin wieder zu Hause. Und ich bin überzeugt, dass viele Menschen am Bodensee dieses Gefühl teilen.

Fazit

Der Moleturm in Friedrichshafen bringt all das unter einen Hut, was einen guten Aussichtspunkt ausmacht: eine mühelose Erreichbarkeit, einen spektakulären Blick und eine unverwechselbare Architektur. Er ist mehr als ein Bauwerk – er ist das Wahrzeichen einer Stadt, die sich dem See verschrieben hat. Ob als Zwischenstopp bei einem Spaziergang, als Ziel für eine Fototour oder einfach als Ort für die tägliche Portion Weitblick – der Turm gehört zu den wenigen Plätzen, die man als Besucher wie als Einheimischer nie müde wird zu erklimmen.

Wenn Sie das nächste Mal am Bodensee sind: Nehmen Sie sich die 117 Stufen. Oben angekommen, werden Sie verstehen, warum ich diesen Ort immer wieder liebe. Und wer weiß – vielleicht entdecken Sie ja auch Ihre eigene Perspektive auf diesen besonderen Turm. Lassen Sie ihn nicht nur Teil einer Selfie-Kulisse werden, sondern machen Sie sich ein eigenes Bild – im wahrsten Sinne des Wortes.

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Tobias Scholz

Tobias Scholz

Tobias Scholz arbeitet seit über zehn Jahren als Journalist und verfasst seit 2016 schwerpunktmäßig redaktionelle Beiträge zu den Themen Babyausstattung, Do-it-yourself-Projekte mit Kindern sowie die…

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